Zahnimplantate

Ersetzen fehlende Zähne mit einer fest im Kiefer verankerten Wurzel. Halten bei guter Pflege und regelmässiger Kontrolle viele Jahre.
Ob und wie diese Behandlung für Sie geeignet ist, klären Sie im persönlichen Beratungsgespräch mit der behandelnden Fachärztin oder dem Facharzt unserer Partnerklinik, auf Deutsch und ohne Zeitdruck.
Für wen diese Behandlung geeignet ist
Geeignet bei einzelnen fehlenden Zähnen, bei mehreren Lücken und als Halt für eine Prothese, die nicht mehr sitzt. Der grosse Vorteil gegenüber einer Brücke: Die Nachbarzähne müssen nicht beschliffen werden. Voraussetzung ist ein gesundes Zahnfleisch und ausreichend Knochen — beides wird vorher mit Röntgen oder DVT beurteilt.
Was bei der Behandlung passiert
Ein Zahnimplantat ist eine kleine Schraube aus Titan oder Keramik, die anstelle der Zahnwurzel in den Kieferknochen eingesetzt wird. In den folgenden Monaten wächst der Knochen an die Oberfläche heran — das ist die Einheilphase, und sie lässt sich nicht abkürzen. Erst danach wird ein Aufbau aufgeschraubt und darauf die Krone, Brücke oder Prothese befestigt. Wo zu wenig Knochen vorhanden ist, muss vorher aufgebaut werden, was den Zeitplan um Monate verlängert. Bei ausreichender Stabilität kann in bestimmten Fällen sofort ein Provisorium aufgesetzt werden; belastbar ist das Implantat deswegen nicht früher.
Der Eingriff Schritt für Schritt
Erste Reise: Befund, Röntgen oder dreidimensionale Aufnahme, Behandlung von Entzündungen, Setzen der Implantate, gegebenenfalls Knochenaufbau. Dann Einheilzeit von drei bis sechs Monaten zu Hause. Zweite Reise: Freilegen, Abformung, Einsetzen des endgültigen Zahnersatzes. Wer das in einer einzigen Reise erledigen will, sollte genau nachfragen, wie das gehen soll.
Ergebnis: wann sichtbar, wie lange haltbar
Nach der Einheilzeit und dem Einsetzen des endgültigen Zahnersatzes, insgesamt meist drei bis sechs Monate.
Implantate halten bei guter Pflege häufig über fünfzehn bis zwanzig Jahre. Die Krone darauf ist eher mit zehn bis fünfzehn Jahren zu rechnen. Entscheidend ist die Pflege: Eine Entzündung des Implantatlagers (Periimplantitis) ist die häufigste Ursache für Implantatverlust.
Mindestens zwei Phasen: Setzen des Implantats, dann nach Einheilung die Versorgung mit Krone oder Brücke.
Risiken und Grenzen
- Schwellung, Druckgefühl und Blutergüsse für einige Tage
- Infektion des Wundgebiets
- ausbleibendes Einheilen des Implantats, was Entfernung und einen zweiten Versuch nötig macht
- Verletzung eines Nervs im Unterkiefer mit vorübergehendem oder, selten, dauerhaftem Taubheitsgefühl an Lippe und Kinn
- Eröffnung der Kieferhöhle bei Implantaten im Oberkiefer
- Periimplantitis: Entzündung des Knochens um das Implantat, oft Jahre später, mit Knochenabbau bis zum Implantatverlust
- Rückgang des Zahnfleischs mit sichtbar werdendem Implantathals
- Bruch oder Lockerung von Krone, Schraube oder Implantat
Wann diese Behandlung nicht in Frage kommt
- unbehandelte Parodontitis — sie ist der wichtigste Risikofaktor für späteren Implantatverlust und gehört vorher behandelt
- zu wenig Knochen ohne vorherigen Knochenaufbau
- Rauchen ohne Bereitschaft zu reduzieren — Nikotin erhöht das Risiko der Periimplantitis deutlich
- schlecht eingestellter Diabetes
- Behandlung mit bestimmten Knochenmedikamenten (Bisphosphonate, Denosumab) ohne ärztliche Abklärung
- laufende oder kürzlich abgeschlossene Bestrahlung im Kieferbereich
- nicht abgeschlossenes Kieferwachstum bei Jugendlichen
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Zeitnah zahnärztlich abklären lassen bei: anhaltendem oder zunehmendem Schmerz, Schwellung der Wange, Fieber, Eiterbildung, anhaltender Taubheit von Lippe oder Kinn, lockerer Krone oder lockerem Implantat, Blutung, die nicht steht. In der Schweiz ist die erste Anlaufstelle Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt; bringen Sie die Unterlagen der Klinik mit.
Was dieses Verfahren nicht kann
Eine ästhetische Versorgung ersetzt keine Sanierung: Karies, Wurzelentzündungen und Parodontitis gehören vorher behandelt, sonst wird über ein Problem hinweggearbeitet. Keramik ist keine Lösung für immer — rechnen Sie bei Kronen, Veneers und Implantatkronen mit einem Ersatz nach zehn bis fünfzehn Jahren. Und rechnen Sie die Kosten der Kontrollen in der Schweiz von Anfang an mit ein.
Was gilt, wenn etwas nicht wie geplant läuft
Nach der Behandlung
Die ersten Tage sind mit Schwellung und Druckgefühl verbunden, weiche Kost ist angesagt. Langfristig entscheidet die Pflege: Um ein Implantat herum entsteht eine Entzündung leiser als an einem echten Zahn, weil das Implantat selbst nicht schmerzen kann. Wer die Kontrolle in der Schweiz auslässt, merkt den Knochenabbau erst, wenn das Implantat wackelt.
Weiche Kost und sorgfältige, aber schonende Reinigung in den ersten Tagen. Danach lebenslang: tägliche Reinigung der Implantatzwischenräume und mindestens zweimal jährlich professionelle Reinigung mit Kontrolle des Implantatlagers bei Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt in der Schweiz. Das ist keine Empfehlung, sondern die Bedingung dafür, dass das Implantat hält.
Häufige Fragen zu dieser Behandlung
Brauche ich wirklich zwei Reisen?
In den meisten Fällen ja, weil zwischen Setzen und Belasten eine Einheilzeit von mehreren Monaten liegt. Diese Zeit verbringen Sie zu Hause. Wer Ihnen Implantat und endgültige Krone in einer Woche anbietet, sollte erklären können, warum das in Ihrem Fall vertretbar ist.
Was kostet mich die Nachsorge in der Schweiz?
Zwei professionelle Reinigungen und Kontrollen pro Jahr, dauerhaft. Diese Kosten fallen unabhängig davon an, wo das Implantat gesetzt wurde, und gehören in Ihre Gesamtrechnung. Rechnen Sie sie mit, wenn Sie Angebote vergleichen.
Wer hilft, wenn Jahre später etwas nicht stimmt?
Klären Sie das vor der Buchung: Welches Implantatsystem wird verwendet, und ist es in der Schweiz verbreitet genug, dass eine hiesige Praxis Ersatzteile bekommt? Lassen Sie sich den Implantatpass mit Hersteller, Typ und Durchmesser aushändigen — ohne ihn wird eine spätere Reparatur schwierig.
Aufhellung, Veneers, Kronen und Implantate im Vergleich
Sortiert nach dem, was Sie dabei an Zahnsubstanz verlieren: Eine Aufhellung kostet keine. Ein Veneer kostet wenig Schmelz. Eine Krone verlangt, dass der Zahn rundum beschliffen wird — und das ist endgültig. Ein Implantat ersetzt einen Zahn, der schon fehlt. Fragen Sie bei jedem Pauschalangebot nach, ob Veneers oder Kronen geplant sind; viele Angebote arbeiten aus Zeitgründen mit Kronen, und der Unterschied ist erheblich.
Bleaching (Zahnaufhellung)
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Zahnimplantate
Die Behandlung dieser Seite
Fachbegriffe auf dieser Seite
- Krone
- Kappe, die den ganzen Zahn umfasst.
- Periimplantitis
- Entzündung des Knochens um ein Zahnimplantat.
- Veneer
- Dünne Keramikschale auf der Sichtfläche eines Zahns.
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Abholung am Flughafen, Voruntersuchung in der Klinik, Behandlung und Erholung.
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Nachkontrolle im Rheintal bei unserem Partner Riverside Beauty, in Abstimmung mit der Klinik.
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